Ihre Erlebnisse
Sie haben hier die Möglichkeit Ihre Erfahrungen mit der Tierkommunikation, Erlebnisse von einem Tierkommunikations-Seminar und / oder verschiedene Erlebnisse mit Tieren, traurige, lustige, merkürdige... zu veröffentlichen und mit den anderen Besuchern zu teilen.Je mehr Geschichten und Beiträge auf dieser Seite veröffentlicht werden, umso interessanter wird es. Geben Sie sich einen Ruck und berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen!
Schicken Sie den Beitrag an n.steffen@gmx.ch und innert kurzer Zeit finden Sie ihren Beitrag (mit Ihrem Namen oder anonym) auf dieser Seite. Ich danke Ihnen schon jetzt für den Beitrag!!!
Beitrag vom 7.12.09 von Ursula Wenger

6 Tage verloren in der Provence
Curry, unser 12-jähriger Mischling, verbrachte die ersten drei Monate seines Lebens zusammen mit Mutter, Vater, Onkel und vier Geschwistern auf einem verlassenen Biketrack in Singapore. Nach der "Adoption" übertrug er seine Zuneigung bedingungslos auf uns; nur bei Panik fällt er in den Wildtier-Modus zurück: Nichts wie weg und sich verstecken! – wie Mama ihn gelehrt hatte.
Dies geschah, ausgelöst durch schrilles Fussballpfeifen, abends auf dem Camperstellplatz von Roussillon. Wir suchten die halbe Nacht. Samt Auszugsleine konnte er wohl nicht weit gekommen sein, hofften wir. Am Morgen informierten wir Polizei, Tierschutz, Tierärzte, Nachbarn, und suchten weiter.
Am nächsten Tag erwogen wir, eine Tiertelepathin einzuschalten. In der Bibliothek durften wir im Internet nach relevanten Informationen surfen. Kontakt hatten wir am selben Abend mit zwei Frauen. Curry sei an einem Schild mit "V" und an einem Haus mit auffallend grünen Fensterläden vorbeigekommen, sagte Frau Steffen. "Ich weiss nicht, wie Curry zu euch zurückkommt, vielleicht von allein, vielleicht bringt ihn jemand. Ihr werdet nicht ohne Curry heimkehren." Frau Bannholzer entdeckte Curry oben am Hang, links vom Parkplatz, unter einem Baum. (Eine Rekonstruktion im Nachhinein ergab, dass alle Hinweise stimmten.) Curry fanden wir jedoch nicht; er verhielt sich immer noch wie ein Wildtier: still. Während dem Wochenende suchten wir weiter.
Ein Anruf von Frau Bannholzer am Montag liess unsere Hoffnung schwinden. Curry sei wegen Kindergeschrei aus einem grossen Haus in seiner Nähe geflohen und in eine Kiesgrube gerutscht. Er komme aus eigener Kraft nicht mehr heraus. In dieser Gegend hat es viele steile, Tod bringende Abbrüche (früheres Ockerabbaugebiet), aber wir fanden keine Kiesgrube. Wir suchten überall, zu Fuss und mit Camper.
Die Information am nächsten Tag liess das Flämmchen Hoffnung wieder etwas höher flackern. Curry habe sich doch befreien können. Sein starker Wille und die Energiekugel, welche Frau Steffen ihm schickte, verliehen ihm wohl die nötige Kraft. Wir befestigten überall Plakätli mit Curry's Foto und unserer Handynummer.
Auch am 6. Tag führten wir die Suche fort. Zur gleichen Zeit war ein junger Franzose unterwegs von Nizza in die Ardèches. Spontan entschloss er sich zu einem beträchtlichen Abstecher nahe Roussillon, wo er als Kind bei seinem Grossonkel die Ferien verbrachte. Anschliessend wanderte er 4 km dem Grat entlang bis zum Wasserreservoir oberhalb von Roussillon (das Curry Frau Bannholzer als "Hütte" übermittelte!). Dort bemerkte er im Gestrüpp den roten Griff einer Hundeleine und ärgerte sich, dass die Leute alles wegwerfen. Beim Bücken entdeckte er an deren Ende einen kauernden Hund, knapp einen halben Meter von einer 80 m tiefen, senkrechten Abbruchkante entfernt! Kurz darauf gelangte er zur Epicerie von Roussillon, wo er Curry übergab. Auf der Visitenkarte von Curry's Schutzengel steht übrigens folgendes Motto "Le Bonheur se construit chaque jour". Zweifellos haben an diesem Tag verschiedene Kräfte zusammengewirkt, um dieses Happy End zu ermöglichen.
Zeitgleich mit seiner Rettung teilte Curry unsere jüngste Tochter, zu der er ein sehr enges Verhältnis hat, seine Rückkehr ganz persönlich mit. Sandra entdeckte beim Durchlesen eines eben getippten E-Mails das Wort "aufgetaucht". Sie hatte das Wort weder bewusst geschrieben, noch passte es inhaltlich. Sandra deutete die Nachricht jedoch instinktiv richtig und war deshalb kaum überrascht, als wir ihr die gute Nachricht wenige Minuten später ganz konventionell per Handy mitteilten.